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Heft Nr. 261, Mai/Juni 2015

Editorial

Böse Zungen behaupten, es gebe in der Alten Musik nichts Neues mehr zu entdecken. Diese CONCERTO-Ausgabe wartet mit mehreren Gegenbeweisen auf. Florian Bassani und Livio Marcaletti beispielsweise haben sich in deutsche Gesangslehren des 17. Jahrhunderts vertieft und sind dabei zu der in ihrer Eindeutigkeit zweifellos überraschenden Einsicht gelangt: Wer dem ›echten‹ Barockgesang auf die Spur kommen möchte, sollte das Notenbild einer Gesangspartie nur als Improvisationsgrundlage betrachten – fast so wie im Jazz.
In der Alten Musik nichts Neues, aber immer häufiger auch in der Neuen Musik anzutreffen sind Countertenöre, um die sich ein wahrer Starkult entwickelt hat. Ein besonders junger und erfolgreicher Vertreter seiner Zunft ist Valer Sabadus. Es geht fast zu rasant und steil bergauf mit seiner Karriere, findet er selbst und macht sich Gedanken über das Thema Entschleunigung: »Es ist ja nicht selbstverständlich, dass man für die Strapazen, die man auf sich nimmt, auch die Wertschätzung des Publikums bekommt. Ich will die Zeit haben zu sehen, wo ich stehe und was ich erreicht habe, um glücklich mit meinem Beruf und mit mir selbst zu sein.«
Eine unerwartete literarische Neuentdeckung gestattet einen ungewöhnlich detaillierten Blick auf die Musik, aber auch auf den Alltag in Sachsen und Preußen anno 1741. Es handelt sich um ein kürzlich aufgetauchtes Reisetagebuch des jungen Straßburger Orgelbauers Johann Andreas Silbermann, das wir in dieser Ausgabe ein erstes Mal aufblättern. Über Johann Sebastian Bach schweigen sich die Leipziger Tagebucheinträge Silbermanns allerdings aus. Das könnte durchaus noch mit jenen kulturpolitischen Verwerfungen zu tun haben, die Martin Geck in seiner Kolumne über ›Bachs verflixtes 7. Leipziger Jahr‹ 1729 beschreibt.
Auch wenn schon eine Bachelor-Arbeit darüber verfasst wurde, wirft das ›Manuskript Carlo G.‹, ein Zufallsfund von einem Wiener Flohmarkt, noch manche Frage auf. Für Elam Rotem und Jörg-Andreas Bötticher bergen die rund 300 Seiten Vokalmusik mit ausgeschriebener Tasten-Begleitung wertvolle neue Erkenntnisse zur frühen Generalbasspraxis: »Solch eine detaillierte Darstellung dessen, was wirklich gespielt wurde, ist eine unschätzbare Quelle, wenn wir versuchen wollen, die Fähigkeiten der Tastenspieler des frühen 17. Jahrhunderts zu rekonstruieren.« Da bleibt, so scheint es, noch eine Menge zu tun.
Viel Vergnügen bei der Lektüre!

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