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Heft Nr. 275, September/Oktober 2017

Editorial

»Er beweinte bitterlich die Ausschweiffungen der itzigen melodischen Setzer: wie ich denn die unmelodischen Künsteleien der Alten belachte«, bemerkt Georg Philipp Telemann im Rückblick auf seine frühe Kapellmeisterzeit im niederschlesischen Sorau über den dortigen Kantor Wolfgang Caspar Printz. Der ist vor 300 Jahren (also 50 Jahre vor Telemann) gestorben. Alexander Reischert erinnert in dieser CONCERTO-Ausgabe an Printz nicht nur als Komponisten, sondern auch als Verfasser der ersten im Druck veröffentlichten deutschsprachigen Musikgeschichte. Seiner spitzen Feder verdanken wir aufschlussreiche Einblicke in die sozialen Verhältnisse von Musikern im späten 17. Jahrhundert.
Telemann und Luther verbindet ein Beitrag von Marc-Roderich Pfau, der zu berichten weiß, wie ausgiebig man in Eisenach vor 300 Jahren der Reformation gedachte, und mit neuen Erkenntnissen darüber aufwarten kann, welchen Anteil Telemann an der musikalischen Ausgestaltung der Feierlichkeiten hatte.
Unser Interviewpartner, der britische Musikwissenschaftler, Organist und Dirigent John Butt, betont in umfassender Weise die kulturgeschichtliche Relevanz des Wittenberger Reformators: »Ich habe da eine sehr breite historische Perspektive, in der Luther zu Beginn dessen kommt, was wir ›die Neuzeit‹ nennen. Auf deren Ende bewegen wir uns gerade zu. Daher müssen wir eine intensive kulturelle Debatte führen, wohin wir weitergehen wollen.« Im Übrigen überrascht Butt mit der Aussage, dass er in Aufführungen mit seinem Dunedin Consort Bach’sche Continuopartien lieber auf einem digitalen ›Hauptwerk‹ mit gesampelten Originalklängen spielt als auf einer Truhenorgel nach historischen Vorbildern.
Viel Vergnügen bei der Lektüre!

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