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Panorama
Aktuelle Meldungen und Berichte u. a. aus St. Florian, Stift Melk und Hannover-Herrenhausen – Trutziger Orpheus: Andreas Hammerschmidt zum 400. Geburtstag
Aus den Verlagen
Peter Holmans Life after Death und anderes vom Büchermarkt
Termine
Konzerte · Festivals · Kurse · Symposien
Thema
Schlüsselfragen – Ein (nur) ästhetisches Problem?
Von Holger Eichhorn
mit Beiträgen von Rudolf Stephan, Manfred-H. Schmid, Reinhard Strohm, Wolfgang Rathert, Rudolf Elvers, Manfred Cordes und Konrad Klek
Interview
Artikulation mit Hand und Fuß
Im Gespräch: Harald Vogel
Die Fragen stellte
Johannes Jansen
Schallplatten
Neue CDs mit Musik von Bach, Schumann, Hasse, Haydn, Zelenka, Meister, Reincken, Händel, Froberger, Liszt, Schütz, Cherubini, Scarlatti
und vielen anderen
Kleinanzeigen · Vorschau
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Unser Titelbild
Ein Motiv aus der Zeit, als Belgien noch österreichisch war: Lütticher Hausfassade von 1750.
http://www.falkensteinfoto.de

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Editorial
In ›Farinelli‹ und ›Die siebente Saite‹ hat die Alte Musik ihre Eignung als Filmstoff schon erwiesen. Aber kennen Sie: ›Drei Finger für ein Halleluja‹? Das Drehbuch ist noch nicht geschrieben, doch könnte es ein toller Streifen sein: Don Frescobaldi, den man auch ›il mostro‹ nennt, trifft auf John ›Slowhand‹ Sweelinck! Dabei sieht es nur so aus, als wäre er langsamer, in Wirklichkeit hat er einfach die ruhigere Hand. Mögen die Finger des Italieners flitzen, dass man nur noch Nebel über den Tasten sieht – der Orpheus von Amsterdam versteht es auch, zumal er den Daumen mit in Anschlag bringt. Doch dann taucht am Horizont ein Dritter auf, der es noch besser kann. ›Gestatten, mein Name ist Bach‹, sagt er nur, und schon nimmt sein Herausforderer Reißaus. Die Filmrechte wären allerdings noch abzuklären, denn es gibt diesen Plot bereits auf Zelluloid, wenn auch mit einigen Freiheiten in der Schilderung der Begleitumstände und unter dem Filmtitel ›Friedemann Bach‹ statt ›Flucht im Morgengrauen‹. Oder wie wäre es mit ›Spiel schneller, Amigo‹ über das Tastenduell zwischen Händel und Scarlatti?
Leinwand-Assoziationen wie diese weckt unser Interview über das auf den ersten Blick so spröde Thema ›Fingersätze‹, an dem sich indes schon manch hitzige Diskussion entzündet hat. Einige Brisanz steckt auch im Rezensionsteil mit einer recht kritischen Würdigung des englischsprachigen Viola-da-gamba-Buches ›Life after death‹, für das sich als deutsche Titelübersetzung vielleicht ›Man lebt nur zweimal‹ anbieten würde, während es im Falle der Neuerscheinung über ›Takt und Pendelschlag‹ eigentlich nur heißen kann: ›Die Entdeckung der Langsamkeit, Teil 5‹. Eher eine Dokumentation – aber mit Krimi-Qualitäten und prominent besetzt – ist unser Hauptartikel, der sich um ›Schlüsselfragen‹ dreht. Wer freilich richtig großes Opernkino sucht, wird sich auf die Schallplattenrubrik mit der Besprechung von Hasses ›Marc’ Antonio e Cleopatra‹ stürzen.
Viel Vergnügen bei der Lektüre!
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