none
AGB Anzeigen Shop Archiv Kontakt Kontakt
 
Kurz notiert ...
Kleinanzeigen
Last-minute-Termine
und Kurs-Angebote (PDF)
CD-Empfehlung
Gratis-Probeheft anfordern
Bücher
Interviews
Forum / Gästebuch
Inhaltsverzeichnisse
Projekte
Bachs Chor, Froberger, Telemann etc.
Antwort auf Fragen rund ums Abonnement, Bestellmöglichkeiten und Mediadaten finden Sie hier:
Weiterleitung zur neuen
Web-Präsenz
www.concerto-magazin.de
mit Angeboten unseres
Kooperationspartners

Heft Nr. 268, Juli/August 2016

Editorial

»Man kann im Prinzip in jedem Bereich alles verkaufen, wenn man es nur richtig vermarktet – auch Qualität und schwieriges Repertoire«, sagt Roland Wilson im aktuellen CONCERTO-Interview. Es ist ein Satz, der zu denken gibt. Denn Wilsons Bemerkung über die unzureichende Lobby-Arbeit in Sachen Alte Musik erschüttert etwas, woran sich viele Künstler klammern, die Überzeugung nämlich: Qualität setzt sich durch. Dagegen steht die Erkenntnis, dass man als freischaffender Musiker heute, ehe es überhaupt um Qualität geht, schon einiges an Vor-Investitionen leisten muss, um Veranstalter und CD-Vermarkter, Subventionsgeber und private Förderer auf sich aufmerksam zu machen. Ohne gute Fotos, Storys und die entsprechende Begleitmusik auf der Klaviatur der sozialen Medien bleibt vielen der Weg aufs Podium versperrt. Wilson steht für eine Generation von Künstlern, die das alles noch nicht nötig hatte, weil es genügte, einfach gut zu sein. Auf Dauer freilich ist auch gut nicht gut genug, weiß Wilson, und darum lautet sein Resümee: »Man kann als Ensemble nur 40 Jahre überleben, wenn man flexibel bleibt und seine Sache immer besser macht.«
Als Inbegriff der Vollkommenheit gelten die Instrumente von Antonio Stradivari. Zugleich sind sie Musterbeispiele für das Zusammenspiel von Musik und Kommerz. Weil sie zu den höchstgehandelten Kunstobjekten überhaupt gehören, ruhen einige von ihnen, statt gespielt zu werden, in klimatisierten Banksafes. Andere werden – nicht zuletzt, um das Kaufinteresse wach und das Auktionsgeschäft in Gang zu halten – als Leihgabe berühmten Solisten überlassen. Das Geschacher um die Geige mit dem schönen Namen ›Lady Inchiquin‹ hat erst jüngst wieder gezeigt, wie sehr auch Instrumente aus vermeintlich öffentlichem Besitz kommerziellen Begehrlichkeiten unterworfen sind. Welch eine Vielzahl von Faktoren über das Schicksal solcher Instrumente mitbestimmt, zeigt ein Beitrag über Johann Knoop und die wohl größte Stradivari-Sammlung, die jemals in einer Hand vereinigt war.
Viel Vergnügen bei der Lektüre!

Aktuelle Meldungen, ergänzende Berichte
und eine Vorschau aufs nächste Heft: hier klicken

Inhalt der aktuellen Ausgabe (Seite 3) als PDF



 

Die aktuelle Ausgabe


 
Die Ausgabe des Vormonats


 
Zurückliegende Ausgaben


 
Zurückliegende Ausgaben


 
Zurückliegende Ausgaben


 

AGB Anzeigen Impressum nach oben