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Vermischte Nachrichten
Arles Am 26. Februar verstarb im Alter von 87 Jahren Bernard Coutaz, Gründer der Schallplattenfirma Harmonia Mundi. Das von ihm 1958 ins Leben gerufene Label wurde zur Heimat vieler großer Künstler, unter ihnen Sänger und Dirigenten von Weltrang wie René Jacobs, Philippe Herreweghe, Matthias Goerne und Andreas Scholl. Heute gilt Harmonia Mundi France speziell im Bereich der Alten Musik als erste Adresse, obwohl das Unternehmen einen beträchtlichen Teil seines Umsatzes mit dem Vertrieb von Büchern macht. Die Nachfolge an der Spitze der weltweit operierenden Harmonia Mundi mit derzeit rund 330 Mitarbeitern wurde von Bernard Coutaz bereits vor einigen Jahren vorausschauend geregelt und liegt nun in Händen von Eva Coutaz, seiner Frau. Information: www.harmoniamundi.com
Berlin Gut zehn Jahre nach Rückkehr des in Kiew wiederaufgefundenen Notenarchivs der Sing-Akademie zu Berlin liegt nun ein bei de Gruyter erschienener Gesamtkatalog vor, der nicht weniger als 9.735 Werke von 1.008 verschiedenen Komponisten datailliert – inklusive einer Konkordanz Signatur/Mikrofiche – erschließt. Seit 2001 wurde der über 260.000 Seiten fassende Bestand an Autographen, Abschriften und wertvollen Musikdrucken aus dem 17. bis frühen 19. Jahrhundert von den Musikwissenschaftlern Axel Fischer und Matthias Kornemann erfasst. Eine Einführung in die einzelnen Sammlungsgebiete und die Geschichte des 1791 von Carl Friedrich Christian Fasch begründeten und wesentlich von Carl Friedrich Zelter geprägten Archivs geben Beiträge u. a. von Christoph Henzel (Würzburg), Klaus Hortschansky (Münster), Ulrich Leisinger (Salzburg), Mary Oleskiewicz (Boston), Ralph-J. Reipsch (Magdeburg) und Tobias Schwinger (Berlin). Information: www.sing-akademie.de
Bonn Mit dem Prädikat ›Best Edition‹ würdigt der Deutsche Musikverleger-Verband e.V. (DMV) seit 1991 herausragende editorische Leistungen deutscher Verlage. Auch in diesem Jahr wählte die Jury aus den Bereichen Musikwissenschaft, Musikalienhandel, Konzert, Grafik und Musikkritik aus mehr als 100 Einsendungen zehn Preisträger aus. In der Kategorie ›Aufführungsmaterial (Partitur, Stimmen, Klavierauszug) komplett‹ ging die Auszeichnung an die von Ton Koopman und Jan H. Siemons begleitete Carus-Neuausgabe des Händel’schen ›Messiah‹ (Carus 55.056) mit folgender Begründung: »Zu belohnen ist der Mut, alle Aufführungsalternativen zusammenzustellen. Die Notenausgabe ist nicht nur opulent ausgestaltet, sondern auch für die Aufführungspraxis besonders hilfreich.« Information: www.dmv-online.com
Bonn Bei der ersten Wertungsrunde des Preises der Schallplattenkritik im laufenden Jahr wurden in der Kategorie ›Barocke und vorbarocke Musik‹ die beiden Sampler ›O gente brunette – Sänger-Komponisten der Renaissance aus der Picardie‹ mit Odhecaton unter Paolo Da Col (Ramée 0902) sowie ›Sacrificium – La scuola dei castrati‹ mit der Mezzosopranistin Cecilia Bartoli und Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini (Decca 478 15221) ausgezeichnet. In Sachen ›Klavier- und Orgelmusik‹ entschied sich die Jury für die Doppel-CD ›Die Orgeln von Johann Nepomuk Holzhey‹ mit durch diverse Interpreten eingespielten Werken von Georg Muffat, Bernardo Pasquini, Joseph Haydn, Louis Lefébure-Wély u. a. (Organ Promotion OP 8006). In der Kategorie ›DVD-Video-Produktionen‹ schließlich ging der Preis an Purcells ›King Arthur‹ mit Chœur & Orchestre du Concert Spirituel unter der musikalischen Leitung von Hervé Niquet und in der Inszenierung von Corinne und Gilles Benizio (Glossa GVD 921619D). Information: www.schallplattenkritik.de
Borgentreich Nach sieben Jahren Planung und Restaurierung sind die Werkstattarbeiten an Westfalens bedeutendster Barockorgel beendet. Die Springladenorgel, deren Substanz teilweise aus dem 17. Jahrhundert stammt, wurde für rund 1,7 Mio. EUR bei Eule in Bautzen wiederhergestellt. Montage und Intonation werden im Sommer erfolgen, das Gehäuse des Hauptwerks ist bereits installiert. Im Internet lässt sich unter der Adresse www.barockorgel-borgentreich.de der Baufortschritt verfolgen.
Brühl Im Blickpunkt der insgesamt 35 Schloss-, Matinee- und Familienkonzerte vom Barock bis zur Romantik werden bei den diesjährigen Brühler Schlosskonzerten (8.5.-29.8.2010) gleich vier große Komponistenjubiläen stehen. Musikalische Reminiszenzen an die 200. Geburtstage von Frédéric Chopin und Robert Schumann, den 250. von Luigi Cherubini und den 350. von Alessandro Scarlatti ziehen sich durch die gesamte Saison. Das italienische Ensemble Aurora unter der Leitung des Geigers Enrico Gatti widmet sich in einem Sonderkonzert am 28. Mai in der Brühler Schlosskirche Scarlattis opernhaften ›Concerti sacri‹ und kombiniert diese mit Werken Vivaldis und Caldaras. Das Joseph-Haydn-Festival Ende August bietet dann vom Hammerklavier-Solo bis zur geistlichen Musik einen umfangreichen Überblick über das Schaffen des Wiener Klassikers. Der bereits Ende Februar angelaufene Vorverkauf erfolgt auch online unter www.schlosskonzerte.de. Dort bestellte Tickets können bis zu 90 Minuten vor Beginn des jeweiligen Konzerts bequem am eigenen Drucker ausgedruckt werden. Information: Brühler Schlosskonzerte, Tel. (0 22 32) 94 18-84
Darmstadt Mit einem Festwochenende erinnert Darmstadt vom 14. bis 16. Mai 2010 an den langjährigen Hofkapellmeister Christoph Graupner, der am 10. Mai vor 250 Jahren starb. Unter dem Motto ›Musikalische Handlungsräume im Wandel – von der barocken Oper zur frühklassischen Sinfonie: 50 Jahre Christoph Graupner in Darmstadt‹ diskutieren Wissenschaftler über zwei der wichtigsten Gattungen in Graupners Schaffen, die bei abendlichen Konzerten in der barocken Orangerie von renommierten Ensembles zu neuem Leben erweckt werden. Mit von der Partie sind u. a. die belgische Regisseurin und Spezialistin für barocke Gestik, Sigrid T’Hooft, sowie La Stagione Frankfurt mit sinfonischen Werken von Telemann, Fasch, Stamitz, Graun und natürlich Graupner. Der Eintritt zu den Vorträgen im Karolinensaal ist frei. Information: www.christoph-graupner-gesellschaft.de
Deggendorf Am 14. März 2010 starb im Alter von 78 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit Dr. Konrad Ruhland, der international anerkannte Experte für historische Aufführungspraxis und musikalische Quellenkunde. Ruhland studierte bei Thrasybulos Georgiades und der Renaissancemusik-Spezialistin Marie-Louise Göllner und vertiefte sein Wissen auf den Gebieten der Geschichte und Theologie, die den Hintergrund für seine musikwissenschaftlichen Forschungen bilden sollten. Der auf die Musik des Mittelalters und süddeutsche Barockmusik spezialisierte Niederaltaicher hat mehrere hundert Notenveröffentlichungen herausgegeben, davon ein Großteil in der Edition Walhall. Ruhland befasste sich auch als praktischer Musiker und Chorleiter mit Fragen der Historischen Aufführungspraxis und gründete bereits 1956 mit Gleichgesinnten die Capella Antiqua München, die Maßstäbe im Bereich der vorklassischen Mehrstimmigkeit und Gregorianik setzte. Im Laufe von 25 Jahren entstanden unter seiner Leitung für Telefunken und Sony zahlreiche preisgekrönte Einspielungen. 1976 rief Ruhland mit den Niederaltaicher Scholaren einen Konzertchor ins Leben, der sich dem Erbe der Gregorianik und bis dahin wenig bekannten Werken und Komponisten widmete. 2004 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet.
Dresden Nach zweijährigem Umbau ist das Archiv des Dresdner Kreuzchores wiedereröffnet worden. In der 250 Regalmeter umfassenden Sammlung finden sich nicht nur nahezu lückenlos alle Aufnahmen des Chores archiviert, sondern auch Programme, Plakate und Pressekritiken. Das Archiv umfasst zudem die Geschichte der Dresdner Kreuzschule und ist als Außenstelle des Dresdner Stadtarchivs im Keller der Schule untergebracht. Das in seiner Art einzigartige Archiv reicht zurück bis ins frühe 17. Jahrhundert; der Dresdner Kreuzchor wurde erstmals im Jahr 1300 erwähnt. Information: www.kreuzchor.de
Essen Noch bis zum 30. Juni sind in der Essener Domschatzkammer zwei Abschriften der frühmittelalterlichen Handschrift ›musica enchiriadis‹ zu besichtigen, die als das älteste Dokument mit niedergeschriebenen notenähnlichen Tonschritten gilt. Das heute verschollene Original der Handschrift entstand während des 9. Jahrhunderts mit großer Wahrscheinlichkeit im Werdener Benediktinerkloster, heute existieren noch rund 50 Abschriften. Das in Essen gezeigte ›Düsseldorfer Fragment‹ ist die älteste erhaltene, aber unvollständige Abschrift der musica enchiriadis, die ebenfalls präsentierte ›Bamberger Abschrift‹ die vollständigste noch existierende. Mit der sogenannten Dasia-Notenschrift konnten mehrstimmige Gesänge notiert werden. Inzwischen gibt es auch CD-Einspielungen dieser Stücke, die in der Ausstellung an Hörstationen präsentiert werden. Die Domschatzkammer ist montags bis samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet (sonntags ab 11.30 Uhr, Eintritt 4 EUR/erm. 2 EUR). Information: www.domschatz-essen.de
Hamburg Nachdem seine Produktionen der vergangenen drei Jahre bei Harmonia Mundi France erschienen sind, hat Countertenor Andreas Scholl nun wieder mit seinem früheren Label Decca einen Exklusivvertrag geschlossen. Zwei Projekte sind bereits fest vereinbart: Händels ›Giulio Cesare‹ gemeinsam mit Cecilia Bartoli, Philippe Jaroussky, Nathalie Stutzmann und Les Arts Florissants unter der Leitung von William Christie sowie ein Solo-Recital mit Purcell-Werken, begleitet von der Accademia Bizantina. Schon im Herbst 2010 sollen beide CDs in den Handel kommen. Information: www.deccaclassics.com
Halle/S. Zum 325. Geburtstag ihres Namenspatrons hat die Stiftung Händel-Haus unter www.haendelhaus.de eine neue Händel-Bibliographie online gestellt. »Das Werk und die Persönlichkeit Georg Friedrich Händels haben bis heute zu einer unüberschaubaren Menge an Veröffentlichungen aller Art geführt ... In dieser Informationsflut möchten wir mit der neuen Online-Funktion den Zugang zur Händel’schen Materialfülle vereinfachen«, so Clemens Birnbaum, Direktor der Stiftung Händel-Haus. Insgesamt umfasst die Datenbank gegenwärtig 1.722 Einträge, die alle einschlägigen Veröffentlichungen in Büchern, Fachpublikationen, auf CDs und DVDs sowie im Internet vom Jahr 2000 bis heute dokumentieren. Schätzungsweise weitere 15.000 Dokumente warten im Händel-Haus noch darauf, gesichtet und für die weitere Verwendung bearbeitet zu werden. Ziel ist es, parallel zu künftigen Neuerscheinungen auch alle vorliegenden Daten rückwirkend bis zum 18. Jahrhundert zur Verfügung zu stellen. Hinweise von Autoren und Nutzern zu weiteren Händel-Neuerscheinungen bzw. fehlenden Angaben in der Bibliographie/Diskographie-Datenbank können direkt per eMail an bibliothek@haendelhaus.de gesandt werden.
Halle/Leipzig Die Mitteldeutsche Barockmusik e. V. veranstaltet anlässlich des 300. Geburtstages von Wilhelm Friedemann Bach eine internationale wissenschaftliche Konferenz, die vom 7. bis 8. Juni 2010 im Händel-Haus zu Halle sowie vom 19. bis 20. November 2010 im Leipziger Bach-Archiv stattfinden wird. Unter der Überschrift ›Wilhelm Friedemann Bach und die protestantische Kirchenkantate nach 1750‹ soll hier eine Neubewertung der Gattungsgeschichte im nachbarocken Zeitalter angestoßen werden, die bislang als Geschichte des Niedergangs gilt. Eine intensivere und breit angelegte Beschäftigung mit den Quellen ist seit mehr als fünfzig Jahren nicht mehr erfolgt. Wilhelm Friedemann, der älteste Bach-Sohn, hat in seiner Zeit als Musikdirektor der Hallenser Marktkirche (1746-1764) ein zahlenmäßig zwar vergleichsweise schmales, künstlerisch aber sehr bedeutendes Œuvre an Kirchen-kantaten geschaffen. Die Konferenz bietet auch die Möglichkeit zu freien Referaten über andere Bereiche des Schaffens von Wilhelm Friedemann Bach und seinen Zeitgenossen. Information: www.mitteldeutsche-barockmusik.de
Hannover/Madrid In verschiedenen Kategorien wird seit nunmehr fünf Jahren durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur der Praetorius-Musikpreis verliehen. In diesem Jahr wird der Gambist Jordi Savall den mit 10.000 EUR dotierten ›Internationalen Friedensmusikpreis‹ erhalten. Wenige Tage zuvor war er bereits bei der 14. Verleihung des Musikpreises der spanischen Akademie der Musikkunst und -wissenschaft zum besten Musiker der Klassiksparte gekürt worden. Savall lehrt seit 2009 auch als Gastdozent im ›Juilliard Historical Performance Program‹ in New York. Information: www.praetoriusmusikpreis.niedersachsen.de bzw. www.jordisavall.es
London Das britische Centre for the History and Analysis of Recorded Music (Charm) macht eine Fülle hochinteressanter historischer Musikaufnahmen, die bis ins Jahr 1914 zurückreichen, unentgeltlich online unter www.charm.kcl.ac.uk verfügbar. Die im Archiv erfassten weit über 500 Audiodateien, die überwiegend dem Projekt ›Musicians of Britain and Ireland, 1900-1950‹ zuzurechnen sind, können entweder im MP3-Format online abgehört oder als Flac-Datei heruntergeladen werden. Eine detaillierte Suchmaske erlaubt die Recherche nach Komponist, Interpret oder Aufnahmejahr. Allein von Bach finden sich hier 298 Soundfiles, der älteste aus dem Jahre 1921, mit unterschiedlichsten Solisten und Ensembles.
Lübeck Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck hat nach dreijähriger Arbeit sein bisher größtes Forschungsprojekt abgeschlossen und die Ergebmisse der Öffentlichkeit übergeben: 10.800 Briefe von und an Brahms können ab sofort in einer Online-Datenbank recherchiert werden. Die Korrespondenz wurde von einem Forscherteam um Wolfgang Sandberger und Christiane Wiesenfeldt im Brahms-Briefwechsel-Verzeichnis (BBV) erfasst; jeder Brief ist mit einem Datensatz verzeichnet, der neben dem Verfassernamen unter anderem den Empfänger, das Datum, den Briefbeginn und den Fundort enthält. Information: www.brahms-institut.de
Magdeburg Die vollständige Ciacona für Violine solo von Heinrich Ignaz Franz Biber ist jetzt als Urtextausgabe erhältlich. Damit wurde ein lange unbemerkt gebliebener Fauxpas der jüngeren Editionsgeschichte ausgemerzt. Bei der 1997 erfolgten Erstveröffentlichung in Band 151 der DTÖ-Reihe hatte man dem Herausgeber versehentlich nur die erste und letzte Seite der tatsächlich fünf Seiten umfassenden Quelle zugesandt. Der Fehler blieb unbemerkt, da zwischen der letzten Variation auf der ersten und der ersten Variation auf der fünften Seite keine offensichtliche Lücke war. Infolgedessen fehlten in jener Druckfassung 330 Takte, und das Werk wurde jahrelang unvollständig in Konzerten und auf CDs dargeboten, bis der an der Musikhochschule Trossingen lehrende Barockgeiger Anton Steck bei der Vorbereitung einer CD-Produktion (cpo 777 124-2) die vollständige Quelle mit der Denkmäler-Ausgabe verglich. Zu der nun von Steck herausgegebenen vollständigen Fassung in der Edition Walhall (EW 734) steuerte der damalige Herausgeber Jiri Sehnal ein Geleitwort mit wichtigen Informationen zum Werk und zur Editionsgeschichte bei. Information: www.edition-walhall.de
Salzburg Das Packard Humanities Institute und die Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg haben mit der Faksimile-Edition der Autographen von Mozarts Meisteropern ein einzigartiges Projekt abgeschlossen, das die Partituren zu ›Idomeneo‹, ›Die Entführung aus dem Serail‹, ›Le nozze di Figaro‹, ›Don Giovanni‹, ›Così fan tutte‹, ›Die Zauberflöte‹ und ›La clemenza di Tito‹ jetzt allen Musikern, Forschern und Liebhabern in Mozarts Handschrift zugänglich macht. Zu beziehen sind die jeweils aus zwei oder drei Faksimile- und einem Textband bestehenden Sets zum Preis von je 248 EUR über den Bärenreiter-Verlag. Information: www.baerenreiter.com
Wiesbaden Der Verlag Breitkopf & Härtel bietet auf seiner Website Probepartituren von über 200 wichtigen Chorwerken kostenfrei zum Download an. Kürzere Werke bis zu acht Seiten liegen komplett als PDF-Dateien vor, bei umfangreicheren Ausgaben eine Seitenauswahl. Dieser neue Service soll zusätzlich zu weiteren Online-Informationen inkl. Vorwort und Kritischem Bericht Chorleitern die Auswahl erleichtern. Zu den z. Zt. verfügbaren Partituren gehören u. a. Bachs h-Moll-Messe, Pergolesis Stabat Mater und Mendelssohns 100. Psalm. Künftig stehen alle klassischen Chor-novitäten zum Download bereit, auch das Angebot aus der Backlist wird ständig erweitert. Information: www.breitkopf.de
Winterthur Mit dem Projekt ›TemPest‹ (Uraufführung am 8. Mai) wurde im Theater Winterthur auf Basis einer Shakespeare-›Semi-opera‹ die barocke Tradition der Komponistenwerkstatt neu belebt. Alte und Neue Musik sollten dabei zu innovativer Koexistenz finden. Shakespeares ›The Tempest‹ gehört zu den wichtigsten semi operas in England. Matthew Locke, Hofkomponist und Lehrer von Henry Purcell, schrieb den größten Teil der Musik und lud Kollegen wie John Banister, Pelham Humfrey und Giovanni Battista Draghi ein, sich an dem Werk zu beteiligen. Aufgegriffen hat nun das Prinzip der Komponistenwerkstatt die Scala Mobile in Kooperation mit dem Theater Winterthur und dem Shakespeare Globe Zentrum Berlin. Der Theatermann Gian Gianotti hat dazu ein zeitgemäßes Libretto erstellt, Saskia Bladt und Martin Derungs steuerten neue musikalische Werke bei. Information: www.the-tempest.ch
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