none
AGB Anzeigen Shop Archiv Kontakt Kontakt
Kurz notiert ...
Kleinanzeigen
Kurs-Angebote (PDF)
Last-minute-Termine
CD-Empfehlung
Gratis-Probeheft anfordern
Forum / Gästebuch

Kurz notiert ...


Auf dieser Seite:

Nachrichten aus den jüngsten CONCERTO-Ausgaben und eine Vorschau aufs nächste Heft.
Stand: 24. November 2011


Vorschau

Festivalberichte und eine Würdigung des Cembalisten und Musikforschers Ralph Kirkpatrick aus Anlass seines 100. Geburtstages stehen im Blickpunkt des nächsten Heftes, in dem Sie die sechste Folge unseres kleinen ABCs der Klangrede finden, ein Interview mit Frank Agsteribbe von B'Rock und natürlich auch die Auflösung des CONCERTO-Sommerpreisrätsels.

Vermischte Nachrichten

Dresden Das im Juli 2008 an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) begonnene Projekt ›Die Instrumentalmusik der Dresdner Hofkapelle zur Zeit der sächsisch-polnischen Union‹ ist abgeschlossen. Ziel war es, den fast vollständig überlieferten Notenbestand im so genannten ›Schrank II‹ inhaltlich aufzubereiten und elektronisch verfügbar zu machen. Dabei handelt es sich um das nach dem Siebenjährigen Krieg nicht mehr genutzte Instrumentalrepertoire der Dresdner Hofkapelle sowie den Nachlass des Violinvirtuosen und kursächsischen Konzertmeisters Johann Georg Pisendel. Der mehr als 1.750 Musikalien umfassende Fundus, der von der Solosonate bis zur groß besetzten Orchestersuite reicht, enthält Werke von fast 200 deutschen und europäischen Komponisten, darunter Autographe von Vivaldi, Telemann, Fasch und Zelenka, aber auch Stücke gänzlich unbekannter Meister u. a. aus Italien, Frankreich und Böhmen. In seiner Gesamtheit gibt der umfangreiche Bestand Zeugnis von dem für Dresden typischen ›vermischten Geschmack‹. Ausführliche Informationen zu Bestandsgeschichte und Repertoire sowie zahlreiche Recherchemöglichkeiten bietet die projekteigene Homepage www.schrank-zwei.de. Die Noten können am Bildschirm eingesehen und als Dateien kostenlos heruntergeladen werden.

Graz Einen neuen Besucherrekord vermeldet heuer das Styriarte- Festival: Zu 51 Veranstaltungen konnten rund 33.500 Besucher begrüßt werden – eine Auslastung von über 90 Prozent, die einen Erlös von 1,3 Mio. Euro aus dem Kartenverkauf erbrachte. Amtierender Intendant des seit 1985 stattfindenden Festivals ist Mathis Huber, der bekanntgab, dass für die nächstjährige Festival-Auflage keine Opernproduktion geplant sei. Information: Styriarte, Sackstraße 17, A-8010 Graz, www.styriarte.com

Greifswald Aus dem erstmals ausgetragenen Internationalen Gesangswettbewerb für Kirchenmusik Greifswald ›cantateBach!‹ ist der 24-jährige isländische Tenor Benedikt Kristjánsson siegreich hervorgegangen. Insgesamt hatten sich knapp 50 Sängerinnen und Sänger für den im Rahmen der 65. Greifswalder Bachwoche veranstalteten Wettbewerb beworben, bei dem Ausschnitte aus Bach-Kantaten und -Oratorien sowie aus Michael Tippetts ›A Child of Our Time‹ zu singen waren und neben einer international besetzten Jury auch das Publikum mit abstimmte. Acht von 22 jungen Sängerinnen und Sängern aus zehn Ländern qualifizierten sich für das Finale, in dem der junge Isländer mit seiner Interpretation der Arie ›Bleibt ihr Engel, bleibt bei mir‹ aus der Kantate ›Es erhub sich ein Streit‹ begeisterte. Auf den Plätzen folgten zwei deutsche Teilnehmer: die Sopranistin Johanna Knauth und Bassist Karsten Müller. Information: www.cantate-bach.de

Halle/S. Die Händel-Festspiele erfreuen sich eines signifikant angewachsenen Besucherinteresses: 45.000 Gäste bei insgesamt 106 Veranstaltungen mit 1.400 Künstlern, darunter 105 Solisten, 27 Orchester, 10 Chöre und 24 Dirigenten, bedeuteten im Jahr 2011 einen Zuwachs um mehr als 12 Prozent. Empfänger des diesjährigen Händel-Preises war der Musikwissenschaftler Wolfgang Ruf, der von 1995 bis 2009 als Vorstand der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft amtierte. Ruf habe sich, so die Begründung der Jury, seit Jahren für die Erforschung und Verbreitung der Musik Händels engagiert. Das kommende Jahr steht im Zeichen dreier Zahlen: ›90 – 60 – 75‹, sozusagen der historische Maß-Index des traditionsreichen Festivals: 1922 erstmals veranstaltet, seit 1952 im jährlichen Turnus und somit im kommenden Jahr (vom 31. Mai bis 10. Juni 2012) zum 75. Mal, dann unter dem Motto ›Händel und die Konfessionen‹. Information: www.haendelfestspiele.halle.de

Hollern bei Stade Ende August wurde die Schnitger-Orgel der St.-Mauritius-Kirche in Hollern nach ihrer Restaurierung feierlich eingeweiht. Über ein Jahrzehnt hatte der Verein ›Freunde der Kirchenmusik‹ benötigt, um die Restaurierungskosten von 600.000 Euro aufzubringen und die wertvolle Orgel vor dem Verfall zu retten. Die Mitglieder organisierten dazu Konzerte und Feste, verkauften ›Orgelwein‹ und alte Orgelpfeifen. Außerdem halfen Stiftungen, die Hannoversche Landeskirche, die Klosterkammer Hannover sowie Unternehmen und zahlreiche Privatspenden, das 300 Jahre alte Barockinstrument wieder in den Originalzustand zu versetzen. Die 2010/11 von Hendrik Ahrend durchgeführte konsequente Rekonstruktion des Originalzustands schloss die Wiederherstellung der Orgelempore und der Pedaltürme mit ein, nachdem speziell die Umbauarbeiten Mitte der 1960er Jahre bestehende klangliche und technische Mängel eher noch verstärkt hatten. Ahrend rekonstruierte nun die nicht originalen Pfeifen, die erhaltenen Pfeifen wurden restauriert und die ursprüngliche mitteltönige Stimmung wieder angelegt. Information: www.nomine.net

Kassel Beim Bärenreiter-Verlag sind drei Sonatenpaare aus Georg Philipp Telemanns ›Essercizii Musici‹ nun erstmals in Urtext- Ausgaben erschienen. Dabei handelt es sich um TWV 41:F4 und TWV 41:A6 (für Violine und B.c.), TWV 41:B6 und TWV 41:e6 (für Oboe und B.c.) sowie TWV 41:D9 und TWV 41:G9 (für Querflöte und B.c.), die der Bach- und Telemann-Forscher Klaus Hofmann auf Basis der drei Stimmbücher von 1729 herausgegeben und mit Continuo-Aussetzungen versehen hat. Während man lange annahm, die von Corelli geprägten Werke seien in den späten 1730er-Jahren entstanden, geht man heute davon aus, dass der Komponist sie um 1729 erstmals veröffentlichte. Information: www.baerenreiter.com

Leipzig Mitte Oktober startete der Vorverkauf für das Bachfest Leipzig 2012, das vom 7. bis 17. Juni 2012 unter der Überschrift ›… ein neues Lied‹ stehen wird: ›800 Jahre Thomana‹ sind im Jubiläumsjahr des Thomanerchors, der Thomasschule und der Kirchgemeinde St. Thomas zu feiern – mit insgesamt 123 Veranstaltungen an über 30 Orten in und außerhalb der sächsischen Musikstadt. Als ein Höhepunkt im Schaffen Bachs gilt die mottogebende Motette ›Singet dem Herrn ein neues Lied‹, die symbolisch sowohl für das Streben nach Neuem im Glauben, in der Musik und in der Erziehung als auch für die Tradition der Thomana steht. Von Georg Rhau bis hin zu Georg Christoph Biller reicht die Tradition komponierender Thomaskantoren, aus deren Werken einige Programme für das Bachfest zusammengestellt wurden, darunter nicht nur eine Uraufführung des jetzigen Amtsinhabers Biller, sondern auch neu edierte und erstmals wieder aufgeführte Werke. Zu den geladenen Künstlern zählen im kommenden Jahr u. a. das Amsterdam Baroque Orchestra unter Ton Koopman, das Bach Collegium Japan mit Maasaki Suzuki, Dorothee Mields, das Vocalconsort Berlin und Marcus Creed, Luca Guglielmi, das Orchestra of the Age of Enlightenment und Margaret Faultless, Simone Kermes, der Saint Thomas Choir sowie The English Concert. Neu ist das Kinder-, Jugend- und Familienprogramm ›b@ch für uns!‹. Information: www.bachfestleipzig.de

Los Angeles Antonio Vivaldi ist offensichtlich der musikalische Leinwandheld der Stunde, sind doch gleich zwei Hollywood-Filmproduktionen über den Barockkomponisten nun in die konkrete Planungsphase eingetreten. Noch in diesem Monat beginnt Regisseur Boris Damast mit den Dreharbeiten auf Basis eines Drehbuchs von Jeffrey Freedman, das eine frühe Episode aus Vivaldis Tätigkeit als Musiklehrer am Ospedale della Pietà in den Mittelpunkt stellt. Unter den Mitwirkenden finden sich berühmte Darsteller wie Gérard Depardieu, Jacqueline Bisset, Alfred Molina und Sebastian Koch. Ein weiteres Vivaldi-›Biopic‹ plant Regisseurin Patricia Riggen, ebenfalls mit großen Namen wie Ben Kingsley, Jessica Biel und Stargeiger David Garrett. Als Stoff wählten die Drehbuchautoren T. J. Scott und Kevin Lund jenes pseudobiographische Kapitel, das die verbotene Liebe des Priester-Komponisten zu seinem Schützling Anna Girò erzählt, die ihn zur Komposition der ›Vier Jahreszeiten‹ inspiriert haben soll.

Potsdam Zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen ist im Schlosstheater von Sanssouci am 21. und 22. Januar 2012 noch zweimal die Inszenierung der Carl-Heinrich-Graun-Oper ›Montezuma‹ von Geoffrey Layton zu erleben. Es musiziert die Kammerakademie Potsdam auf historischen Instrumenten unter der Leitung von Sergio Azzolini, die Ausstattung stammt von Anna Eiermann, für die Dramaturgie zeichnet Micaela von Marcard verantwortlich. Der Librettist (und Jubilar) schrieb seinerzeit über den ›Montezuma‹ an seine Schwester: »Ich erlaube mir, Dir einen Mexikaner zu Füßen zu legen, der noch nicht ganz kultiviert ist. Ich habe ihm Französisch beigebracht; jetzt soll er Italienisch lernen [...] Die Mehrzahl der Arien soll kein Dacapo erhalten; nur die zwei Arien des Kaisers und der Eupaforice sind dazu bestimmt.« Was Friedrich II. seiner Schwester Wilhelmine ankündigte und Carl Heinrich Graun in Noten setzte, war nichts weniger als eine Reform der starren Form der italienischen Oper, wie sie in Deutschland vor allem durch Hasse, Händel und Graun selbst etabliert worden war. Die strenge Folge von Rezitativen und Arien ist aufgebrochen, ebenso das A-B-A-Prinzip. Zudem übertreten die Autoren das eherne Gesetz des ›lieto fine‹. Wo Vivaldi zum Beispiel noch 20 Jahre zuvor ein unhistorisches Happy End konstruierte, ging und geht in Berlin das Aztekenreich effektvoll in Flammen unter. Information: www.musikfestspiele-potsdam.de

Salzburg/Wiesbaden Seit seiner letzten Überarbeitung 1964 sind mittlerweile fast fünf Jahrzehnte ins Land gegangen. Nun hat Neal Zaslaw von der Cornell-Universität seine lang erwartete Revision des Köchel-Verzeichnisses abgeschlossen und dabei die Ergebnisse der neueren Mozart-Forschung ausgewertet und eingearbeitet. Offenkundigste Neuerung ist, dass die verwirrende Doppelnummerierung der Werke zugunsten der ursprünglichen Nummerierung von Köchel entfallen ist. Das neue Köchel-Verzeichnis wird von Breitkopf & Härtel in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mozarteum Salzburg veröffentlicht. Während die Druckausgabe in deutscher Sprache erscheint, wird eine englischsprachige Online-Version auf der Homepage der ›Digital Mozart Edition‹ unter http://dme.mozarteum.at in jeweils aktualisierter Form abrufbar sein.

Vichy Ein weiterer Auktionsrekord aus der Welt der alten Instrumente: Ein Cello des französischen Geigenbauers Jean-Baptiste Vuillaume (1798-1875) erzielte auf einer Auktion in Vichy den bislang unerreichten Verkaufspreis von 231.730 Euro, der damit etwa zwei Drittel höher als der Schätzwert lag. Vuillaume gilt als einer der besten französischen Geigenbauer. Er pflegte Kontakt zu den großen Virtuosen seiner Zeit wie Niccolò Paganini, Henri Vieuxtemps, Pablo de Sarasate und Ole Bull und entwickelte neuartige Instrumente wie die Kontrabratsche und mit dem sogenannten Oktobass das tiefste und größte jemals gebaute Streichinstrument.

Weilburg Bereits in ihr 19. Jahr geht die Winter-Konzertreihe ›Alte Musik im Weilburger Schloss‹. Unter der künstlerischen Leitung von Doris Hagel sind die Kantorei der Schlosskirche Weilburg sowie Kammerchor und Orchester Capella Weilburgensis die lokalen Stammbesetzungen, die an der Seite zahlreicher namhafter Gastkünstler in der Lahn-Stadt für ein reichhaltiges Angebot qualitätvoller Konzerte unter historisch-aufführungspraktischen Gesichtspunkten sorgen. Nachdem Doris Hagel schon im November mit ihren Ensembles Felix Mendelssohn Bartholdys ›Elias‹ auf historischem Instrumentarium dargeboten hat, wird das nächstfolgende Konzert am 11. Dezember ganz im Zeichen von ›1100 Jahre König Konrad I.‹ stehen, wenn das Ensemble Ordo Virtutum unter Stefan Morent mit gregorianischen Gesängen aus St. Gallen aufwartet. Südeuropäische Weihnachten feiert das Münchner Barock-ensemble L’Arpa Festante am 26.12. mit Festmusiken aus Spanien. Für den 19. Februar 2012 hat sich Lautenist Lutz Kirchhof mit Werken u. a. von Sylvius Leopold Weiss angesagt, und am 18. März leisten die Weilburger Ensembles dann ihren Beitrag zum Jahr der Kirchenmusik 2012 mit Michael Praetorius’ Sammlungen ›Musae Sionae‹, ›Terpsichore‹ und ›Polyhymnia Caduceatrix‹. Information: Verein ›Alte Musik im Weilburger Schloss‹ e. V., Tel. (0 64 71) 4 14 04, Fax 4 10 10, www.alte-musik-weilburg.de

Weimar Die neuen Master-Studiengänge der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar stoßen auf großes Interesse. Das innovative ›Weimarer Modell‹ ermöglicht u. a. eine viersemestrige künstlerische Professionalisierung ›mit Profil‹: So kann zum Beispiel ein Student im Fach Orchesterdirigieren seinen Master mit dem Fach Historische Aufführungspraxis koppeln und erhält dabei zusätzlich zum Hauptfach regelmäßig Unterricht in Fächern wie Historischer Satzlehre, Rezitativ- und Aufführungspraxis. Für das laufende Wintersemester gingen in Weimar 1.700 Bewerbungen ein, etwa 25 Prozent mehr als im Vorjahr. 40 Prozent der Studienbewerber kommen aus dem Ausland und davon mehr als die Hälfte aus Asien. Information: Hochschule für Musik ›Franz Liszt‹, Post fach 25 52, 99406 Weimar, www.hfm-weimar.de, eMail: study@hfm-weimar.de

Weimar Anfang September endete der ›2. Internationale Bach- List-Orgelwettbewerb Erfurt – Weimar – Merseburg‹, der in Kooperation zwischen Stadt und Dom zu Erfurt, der Hochschule für Musik ›Franz Liszt‹ Weimar sowie Stadt und Dom zu Merseburg durchgeführt wird. In diesem Jahr waren 16 Teilnehmer aus zehn Ländern angereist, um sich einer internationalen Jury unter dem Vorsitz von Michael Schönheit zu stellen. In den Vorrunden spielten die Teilnehmer an unterschiedlichen Instrumenten wie der historischen Trost-Orgel in Waltershausen, der neuen Franz-Liszt- Gedächtnisorgel in Weimar sowie an Orgeln u. a. in Suhl und Denstedt. Ein erster Platz wurde nicht vergeben, der zweite ging an den Ungarn Péter Kováts, Drittplatzierter wurde dessen Landsmann Agoston Toka. Der nächste Orgelwettbewerb soll im Jahr 2014 stattfinden. Information: www.erfurt-weimar-merseburg.de

Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr

Die aktuelle Ausgabe


 
Zum SHOP


 
Aktuelle Angebote


 
Zum SHOP


 
Die aktuelle Ausgabe


 
Zum SHOP


 
Aktuelle Angebote


 
Zum SHOP


 
CD-Empfehlung


 
Die aktuelle Ausgabe


 
Zum SHOP


 
Aktuelle Angebote


 
Zum SHOP


 
CD-Empfehlung


 
Die aktuelle Ausgabe


 
Zum SHOP


 
Aktuelle Angebote


 
Zum SHOP


 

AGB Anzeigen Impressum nach oben