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Heft Nr. 228, Oktober/November 2009

Panorama

Berichte u. a. aus Mühlhausen, Kloster Irsee, Franken, Urbino, Ernen und Bremen, Der Corelli der Bassgeige: Domenico Gabrielli zum 350. Geburtstag

Interview

›Wenn die Gesundheit so gut bleibt, mache ich bis 85, und dann schauen wir mal weiter...‹
Im Gespräch: Ton Koopman
Die Fragen stellte Bernd Heyder

Thema

Jean-Baptiste Davaux und der Chronometer von Bréguet
Von Klaus Miehling

Termine

Konzerte · Festivals · Kurse · Symposien

Schallplatten

Neue CDs mit Musik von Mozart, Kapsberger, de Castro, Kirnberger, Händel, Purcell, Rossi, Bach, Richter, Neukomm, Mudge, Feo, Bruckner, Steffani und vielen anderen

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Auflösung des CONCERTO-Sommerpreisrätsels


Unser Titelbild

Schöner Zufall: mit bunten Bruchsteinen ausgefachtes Ständerwerk am Kloster Michaelstein
http://www.falkensteinfoto.de

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Editorial

Er ist die Freundlichkeit in Person und doch auch einer, der polarisiert. Als Tastengott verehrt, als Haudrauf verteufelt – an Ton Koopman scheiden sich die Geister. Aber ob er Orgel spielt oder dirigiert, an seinen Bach-Interpretationen kommt keiner vorbei. In diesen Tagen wird er 65 und strotzt vor Tatendrang. Man fragt sich, nachdem nun seine Buxtehude-Gesamtaufnahme vor dem Abschluss steht, welches Mammutprojekt er als nächstes ansteuern wird. Beschränkungen erlegt er sich nicht auf, die Repertoiregrenzen sind längst gefallen. Sagte er in seinem ersten CONCERTO-Interview vor zwanzig Jahren noch, das Späteste, was er spielen werde, sei das Requiem von Mozart, spricht er nun von Schubert, Mendelssohn und Schumann, die er regelmäßig mit modernen Orchestern musiziert. In dieser Saison gibt er sein Debüt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker. Seine Liebe zu Bach jedoch ist unwandelbar geblieben – wie auch seine Überzeugung, dass es einen richtigen Chor und nicht nur eine Handvoll Solisten braucht, um den Klangvorstellungen des Thomaskantors zu genügen. Mehr dazu ab Seite 24. Aber überschlagen Sie nicht die Seiten davor! Denn Klaus Miehlings Versuch einer Rekonstruktion jener Tempoangaben, die Jean-Baptiste Davaux seinen Sinfonien – leider nicht nach Mälzels Metronom – mitgegeben hat, sind geeignet, manch passionierten Schnellspieler auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Gewiss ein Thema, für das sich auch Ton Koopman interessiert...
Viel Vergnügen bei der Lektüre!

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