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Heft Nr. 231, April/Mai 2010

Panorama

Berichte u. a. aus Wien, Salzburg, Nürnberg und Breslau – Progressiver Traditionalist: Alessandro Scarlatti zum 350. Geburtstag

Aus den Verlagen

Interview

Demokratischer Aufbruch
Im Gespräch: Stile Antico
Die Fragen stellte Johannes Jansen

Das ABC der Klangrede, Teil I Musik und Rhetorik – eine folgenreiche Paarbeziehung
Zu den kulturgeschichtlichen Voraussetzungen der ›Musica Poetica‹
Von Wolfgang Kostujak

Thema

Die Lettres sur la musique der Madame Cœdès
Von Claudia Schweitzer

Termine

Konzerte · Festivals · Kurse · Symposien

Schallplatten

Neue CDs mit Musik von Berlioz, Händel, Pepusch, Kauffmann, Haydn, Jones, Bach, Pergolesi, Mouthon, Brentner, Schubert, Rossi, Valente und vielen anderen

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Unser Titelbild

Die Klinke dieser Tür, die unser Fotograf in Blankenburg/Harz entdeckte, hat sich selber fest im Griff: Ob hier einst ein Trommler wohnte?
http://www.falkensteinfoto.de

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Editorial

Geschichte wiederholt sich nicht. Aber manchmal scheint es, als bewege sie sich in Parallelen. Ein Beispiel: der Stellenwert der Musik in der schulischen Ausbildung. Was heute in der PISA-fixierten Debatte um statistisch messbare Lernerfolge eher am Rande diskutiert wird, war früher gelegentlich ein zentrales Thema: Gehört die Musik ins Pflicht-Curriculum? Im 16. Jahrhundert drohte sie an zahlreichen Universitäten aus dem Fächerkanon der freien Künste zu verschwinden. Dagegen protestierte so mancher Pädagoge, indem er die Musik zur ›Tondichtung‹ erhob und entsprechend akademisch legitimierte. In der modernen ästhetischen Diskussion der historischen Aufführungspraxis spielt die Paarbeziehung von ›Musik und Rhetorik‹ eine fundamentale Rolle. Wolfgang Kostujak widmet sich in dieser CONCERTO-Ausgabe ihren Wurzeln und eröffnet damit eine eigene Aufsatzreihe zum ›ABC der Klangrede‹.
Apropos: ›Conservatoire National de Musique et de Déclamation‹ nannte sich im frühen 19. Jahrhundert die Pariser Musikhochschule. Ungewöhnlich für die Zeit war, dass es dort auch Plätze für weibliche Studenten gab. Claudia Schweitzer beleuchtet in ihrem Beitrag exemplarisch, welch große emanzipatorische Bedeutung vor diesem Hintergrund auch dem professionellen Clavierunterricht zukam, den zunehmend Frauen erteilten.
Monarchisch oder demokratisch, mit künstlerischem Leiter oder ohne? Die Frage nach der Organisationsstruktur des gemeinsamen Musizierens stellt sich bei jeder Ensemblegründung – und mitunter einige Zeit später erneut. In unserem Interview erfahren Sie, welche Antworten das junge englische Erfolgsensemble Stile Antico darauf gefunden hat.
Viel Vergnügen bei der Lektüre!

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