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Heft Nr. 229, Dezember/Januar 2009/2010

Panorama

Berichte u. a. aus Weimar, Knechtsteden, Köln und Salzburg – Mendelssohns Unbehagen in der Musik – Ewiger Zweiter: Theodor Schwartzkopff (350. Geburtstag) – Aus den Verlagen

Interview

›Dirigent ist ein Anti-Beruf‹
Im Gespräch: Nikolaus Harnoncourt
Die Fragen stellte Michael Arntz

Thema I

Acht Jahrzehnte Nikolaus Harnoncourt
Zum Geburtstag eines Jahrhundertmusikers
Von Thomas Höft

Thema II

Händels Theatercembali, seine Opern, Oratorien und Orgelkonzerte
Von Siegbert Rampe

Termine

Konzerte · Festivals · Kurse · Symposien

Schallplatten

Neue CDs mit Musik von Bach, Händel, Scarlatti, Mendelssohn, Baguer, Haydn, Strozzi, Chopin, Telemann und vielen anderen

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Unser Titelbild

Ein sonniges Kerlchen, das unseren Fotografen in Hannoversch Münden anlachte, soll diesmal unser ›Geflügelter Jahresendanzeiger‹ sein. Frohe Feste und viel Glück im Neuen Jahr! Ihre CONCERTO-Redaktion
http://www.falkensteinfoto.de

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Editorial

Hätte es nicht vor etwas mehr als einem halben Jahrhundert einen Cellisten bei den Wiener Symphonikern gegeben, der gemeinsam mit einigen Gesinnungsgenossen herausfinden wollte, »warum die Statuen von Bernini so toll sind und die Konzerte von Corelli so langweilig« – die Instrumente der Barockzeit wären vielleicht heute noch überwiegend Anschauungsobjekte im Raritätenkabinett, deren archaischer Klang gelegentlich in akademischem Rahmen vorgeführt wird. Klang ist noch nicht Sprache, aber um die Musiksprache ging es dem Cellisten, Nikolaus Harnoncourt. Gemeinsam mit seinem Concentus Musicus hat er die alten Dialekte wieder erlernt, denen auf jüngeren Instrumenten letztlich nicht beizukommen ist. In virtuoser Klangrede ist er nicht nur mit der Vergangenheit in einen musikalischen Dialog getreten, sondern auch und vor allem mit der Gegenwart. Er hat ihr diese Sprache erschlossen und damit ein neues Gespür für die poetische Kraft etwa eines Corelli-Konzerts.
Die Zeit vergeht. Längst gastiert Nikolaus Harnoncourt als Stardirigent auch vor den großen Orchestern weltweit mit einem Repertoire von Monteverdi bis ins 20. Jahrhundert. Für die Alte-Musik-Szene und ihr Spiel auf historischen Instrumenten bleibt er eine Vaterfigur, an der sich – wie könnte es anders sein – Kinder und Kindeskinder reiben. In diesen Tagen hat er seinen 80. Geburtstag gefeiert. CONCERTO gratuliert dazu und widmet dem Thema Harnoncourt in dieser Ausgabe gebührende Aufmerksamkeit – ebenso aber noch einmal dem zuende gehenden Komponisten-Gedenkjahr, in dem Siegbert Rampe den Blick lenkt auf Händels bemerkenswerte Theatercembali und Peter Sühring auf ›Mendelssohns Unbehagen in der Musik‹.
Viel Vergnügen bei der Lektüre!

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