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Heft Nr. 227, August/September 2009

Panorama

Berichte u. a. aus Salzburg, Leipzig, Regensburg, Potsdam, Bad Arolsen und Halle/S. – Aus den Verlagen – Vollender der Tradition: Eustache Du Caurroy (1549-1609)

Interview

Wissen, wo der Knopf ist
Im Gespräch: Christian Rieger
Die Fragen stellte Johannes Jansen

Thema I

Brüder, trinkt und stimmet ein
Friedrich Schillers Ode ›An die Freude‹ und die Musik
Von Georg Günther

Thema II

Erkenntnisse zur mehrchörigen Aufführungspraxis nach römischen Vorbildern (Teil II)
Ein Arbeitsbericht von Florian Bassani

Termine

Konzerte · Festivals · Kurse · Symposien

Schallplatten

Neue CDs mit Musik von Händel, Schubert, Krieger, Haydn, Titz, Albinoni, Bach, Weichlein, Krommer und vielen anderen

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Unser Titelbild

Das Arolser Barockschloss: ein kleines Versailles, doch viel zu groß für die Staatsfinanzen des Fürstentümchens Waldeck-Pyrmont, das bald nach der Fertigstellung seine Eigenständigkeit verlor.
http://www.falkensteinfoto.de

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Editorial

Wer hat nun die Nase vorn im diesjährigen Aufführungsmarathon – Händel oder Haydn? Jedenfalls weder Mendelssohn noch Purcell, die beiden Randfiguren der ›Phantastischen Vier‹ (um das Motto der demnächst beginnenden Festtage Alter Musik in Knechtsteden aufzugreifen). Zufall oder nicht: Bei uns steht diesmal eindeutig Händel an erster Stelle, der aus gegebenem Anlass sowohl das Festival-Panorama als auch die CD-Umschau eröffnet.
»Ich spiele zwar Händel und Haydn, aber das geschieht ohne Rücksicht auf solche Gedenkjahre. Mir ist das immer ein bisschen suspekt«, sagt der Cembalist Christian Rieger, und so bewegt sich auch das CONCERTO-Interview mit ihm nicht auf durch den Kalender vorbestimmten Bahnen, sondern kreist um Grundfragen der Aufführungspraxis, zu denen nicht zuletzt das ›Dogma‹ der Klangrede gehört. Auch der zweite Teil von Florian Bassanis Arbeitsbericht über den in Bern unternommenen Versuch einer Rekonstruktion mehrchöriger Kirchenmusik nach römischen Vorbildern wirft die Frage auf, wieviel klangrednerische Ausgestaltung die historische Dirigier- und Koordinationspraxis überhaupt gestattet.
Vor 250 Jahren, in Händels Todesjahr, wurde Friedrich Schiller geboren, der mit der Ode ›An die Freude‹ Musik- geschichte geschrieben hat – zumindest indirekt. Georg Günthers Beitrag erinnert daran, dass Ludwig van Beethoven mit seiner Vertonung des Schiller'schen ›Volksgedichts‹ durchaus nicht allein stand. Viel Vergnügen bei der Lektüre!

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