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Heft Nr. 272, März/April 2017

Editorial

Wie produziert man eine Barockoper, wenn große Teile der Musik unauffindbar sind? Für solche Fragen ist Alessandro Ciccolini der richtige Mann. Gemeinsam mit Alan Curtis, dessen letzte große Vivaldi-Tat es war, hat er nach Motezuma mit Catone in Utica noch einmal gezeigt, wie man einem als Torso überlieferten Werk neues Leben einhaucht. Im Kommentar zur Rekonstruktion der Partitur erläutert er seine Vorgehensweise. Auf den ersten Blick gleicht sie dem Parodie- oder, etwas despektierlich ausgedrückt, dem Copy-and-paste-Verfahren, das freilich spätestens bei der Verfertigung von Accompagnato-Rezitativen und capricci – ausgezierten Kadenzen – an seine Grenzen stößt. Die Musiker und Sänger der Barockzeit haben dergleichen improvisiert, wie man weiß. Was man aber auch wissen sollte, sagt Ciccolini: »Die Inspiration des Augenblicks war fundiert durch eine gründliche, auf dem Studium des Kontrapunkts und der Komposition beruhende musikalische Ausbildung.«
Auch eine andere musikalische Baustelle ist nun keine mehr: die Hamburger Elbphilharmonie. Die mit gewaltigem medialen Vor-Echo bedachte Eröffnung bleibt auch in unserem Magazin für Alte Musik nicht ohne Widerhall. Zwar ist die Euphorie nach den ersten Lauschproben im Großen Saal ein wenig abgeklungen – der Kleine Saal kam bei der Kritik jedenfalls deutlich besser weg –, aber das Staunen über dieses Bauwerk und die Millionen, die es verschlungen hat, hält an. Einem erfreulichen Nebenaspekt des feierlichen Eröffnungsreigens widmet sich Martin Geck in seiner Kolumne. Ihm ist aufgefallen, wie gut sich die Alte Musik gegen die bei solchen Anlässen unvermeidliche ›Neunte‹ von Beethoven und andere Großwerke des klassisch-romantischen Repertoires behauptet hat. Das lässt hoffen, dass sie auch künftig ihren Platz im neuen Gebäude finden wird – vorzugsweise natürlich im Kleinen Saal.
Mehr Auftrittsmöglichkeiten und überhaupt mehr Auftrieb für die Alte Musik an der Waterkant wünscht sich niemand mehr als unsere Gesprächspartnerin Simone Eckert. Vor etwas mehr als 25 Jahren hat sie das Ensemble Hamburger Ratsmusik ins Leben gerufen, um nicht nur symbolisch an große Zeiten hanseatischer Musiktradition anzuknüpfen. Eine Selbstbeschränkung auf die Barockmusik bedeutet es freilich nicht: »Was mich tief berührt, das möchte ich kommunizieren, egal welche Stilrichtung, egal welches Repertoire: das ist der Grundantrieb.«
Viel Vergnügen bei der Lektüre!

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