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Panorama
Berichte u. a. aus Franken, dem Saarland, Erzgebirge und Allgäu – Der Unverstandene: Wilhelm Friedemann Bach zum 300. Geburtstag – Ein Hauch von ›air italienne‹: André Campra zum 300. Geburtstag – Das ABC der Klangrede (Teil IV) – Leserpost – Auflösung des CONCERTO-Sommerpreisrätsels
Interview
Von Sängern lernen
Im Gespräch: Hiro Kurosaki
Die Fragen stellte Helga Späth
Thema I
Wilhelm Friedemann Bach und seine Orgelmusik
Von Siegbert Rampe
Termine
Konzerte · Festivals · Kurse · Symposien
Thema II
Anmutig, würdevoll, entspannt und natürlich
Charpentiers ›Médée‹ und das Menuett
als Ausdruck der Affektbeschwichtigung
Von Anja-Rosa Thöming und Andreas Waczkat
Reisezettel, ausgefüllt von Simone Kermes
Schallplatten
Neue CDs mit Musik von Vivaldi, Corelli, Händel, Chopin, Haydn, Oswald, Beethoven, Kohaut, Cabezón, Scarlatti, Weckmann, Hasse und vielen anderen
Kleinanzeigen · Vorschau
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Unser Titelbild
Schon für Wilhelm Friedemann Bach und seinen Vater – auch wenn sie selbst nur Zaungäste der Operngeschichte waren – war Dresdens Hoftheater eine Attraktion. Hier die nach alten Plänen wiedererstandene ›dritte‹ Semperoper.
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Neu: Der Reisezettel

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Editorial
Der Basso ostinato ist ein jahrhundertealtes musikalisches Erfolgsrezept, dem man sich als Liebhaber der Alten Musik ebensowenig entziehen kann wie als Fan von Jazz oder Pop: einerseits, weil es einen betörenden Charme versprüht, dieses zig-fach wiederholte harmonisch- rhythmische Grundmuster, über dem sich ausreichend geerdet melodische Freiheiten schier unbegrenzten Ausmaßes entfalten können. Andererseits, weil in Teilen des Alte-Musik-Marktes eine wahre Ostinato-Obsession ausgebrochen zu sein scheint; Konzert- und CD-Programme belegen das gleichermaßen. Warum uns Folia, Passacaglia, Ciac(c)ona, Passamezzo & Co., auch wenn wir sie schon hunderte Male gehört haben, immer noch in ihren Bann ziehen, dafür haben Musikpsychologie und Anthropologie ihre Erklärungsmodelle. Vermutlich aber auch dafür, dass man den Ostinato doch irgendwann leid werden kann. Ein Dauerzustand besitzt nun mal keinen Sensationswert, eine allzu oft wiederholte Idee drückt eher Phantasielosigkeit aus. Ob ein paar Monate Ostinato-Auszeit ein guter Vorsatz fürs neue Jahr wären?
Ein seit etwa dreißig Jahren mit gewisser Regelmäßigkeit ventiliertes musikalisches Forschungsthema kann jedenfalls nach einiger Zeit relativer Ruhe die Gemüter wieder aufwühlen, das hat uns die Veröffentlichung von Andrew Parrotts Beitrag zum Thema ›Bachs Chor‹ in CONCERTO Nr. 233 gezeigt. Nachdem Martin Geck seine Gedanken dazu schon in der vergangenen Ausgabe formulierte (»Sollte man die Auseinandersetzung künftig nicht etwas niedriger hängen?«), finden Sie auf den folgenden Seiten eine Replik von Andreas Glöckner und eine weitere zur Kontroverse einladende Wortmeldung von Lajos Rovatkay, der gewiss noch manche folgen werden. Viel Vergnügen bei der Lektüre!
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